Mein Interesse gilt der Betrachtung von Landschaften und Landschaftsatmosphären aus einer zugleich uralten und hochaktuellen Perspektive. Es ist eine Perspektive, in der sich die Erkenntnisse des Demokrit mit den Erkenntnissen der Quantenphysik treffen.
Meine Arbeit umfasst deshalb naturwissenschaftliche und phänomenologische Studien. Der erste Schritt besteht immer in der präzisen phänomenologischen Wahrnehmung von Landschaften, Orten und Lebewesen. Gleichzeitig setze ich mich mit dem physikalischen Entstehungsprozess der allem zugrunde liegenden Materie auseinander, mit der Entstehung der Elementarteilchen aus dem leeren Raum, mit der energetischen Verdichtung der Atome zur Form.
Mit dem Medium der Malerei erfasse ich unterschiedliche Auflösungsgrade von Landschaften, verschiedene Konkretheitsstufen von Materie, von der Vakuumfluktuation bis hin zum aktuellen Erscheinungsbild. Dabei verdichte ich den Zustand der Leere über die Farbe zur Landschaftsatmosphäre. Die Farblandschaften entstehen also gleichsam von Innen.

Robert Eugler

 

„Die Elementarteilchen sind die Urbilder, die Ideen der Materie.“

Werner Heisenberg, Der Teil und das Ganze